Verabschiedung von Lektor Robert Laufenberg

Weit über 400 Gottesdienste in fast zwanzig Jahren!

Darauf blickt der Lektor der Evangelischen Christuskirche, Robert Laufenberg zurück. Nicht nur in der Christuskirche war er aktiv, auch in den Außenortgemeinden Germaringen, Thalhofen und vor allem in Pforzen. Aber auch in der Thomaskirche auf dem Gelände des BKH und dem Seniorenheim Riederloh hielt er regelmäßig Gottesdienste.

Der letzte Gottesdienst mit Robert Laufenberg?
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Entpflichtung und Segnung durch Pfarrerin Andrea Stahl

Viele Gemeindemitglieder fanden sich am 30.01.2022 zur Verabschiedung des beliebten Lektors Robert Laufenberg ein. „Aufhören wollte ich schon vor drei Jahren zu meinem 80. Geburtstag“, erläutert er, „aber ich wurde immer wieder gebeten hauptsächlich wegen krankheitsbedingten Ausfällen weiter zu machen.“ Nach über 400 Gottesdiensten, genau gesagt, war dieser sein 423. in ziemlich genau 19 Jahren, sei nun endgültig Schluss. „Denn ich möchte noch alleine aus der Kirche gehen können und nicht rausgetragen werden“, fügte er mit einem Augenzwinkern hinzu.

Von Lichtmenschen erzählte Frau Stahl in ihrer Predigt und ist sich sicher, Lektor Laufenberg ist auch so ein Mensch, der vielen Gottesdienstbesuchern durch seine Verkündigungen Licht und Zuversicht gegeben hat.

Mit dem Musiker Pablo Casals vergleicht Wilfried Knorr im Grußwort des Kirchenvorstands seinen Kollegen. Der Cellist übte im Alter von 93 Jahren noch vier, fünf Stunden täglich mit seinem Instrument und antwortete einmal auf die Frage, warum er das täte: „ich habe den Eindruck, ich mache Fortschritte.“ „An dir ist ein Prädikant verloren gegangen“, ist sich Knorr sicher, „so einer der auch selbst Predigten schreiben kann.“ Und, habe er bisher immer gesagt, alt sind Menschen, die 15 Jahre älter sind als er und das bleibt ja immer so, musste er im Hinblick auf den Altersunterschied zwischen ihm und Herrn Laufenberg die Zeitspanne auf 21 Jahre hochsetzen. Denn 20 Jahre ist der Lektor älter als er und noch lange nicht „alt“.

Das Grußwort der Hauptamtlichen, sowie das mit dem Kirchenvorstand gemeinsame Geschenk, bezog sich auf eines der vielen, durchaus sportlichen Hobbies des Liturgen. Mit seinem E-Bike ist er noch gut unterwegs, denn wer als „wirklich schöne Tour“ einen Ausflug auf den Auerberg empfiehlt, gehört noch nicht zum alten Eisen. So bedankte sich das Team vor allem für die viele wertvolle Zeit, die er unserer Kirchengemeinde geschenkt hat, sowie auch bei seiner Frau, die das alles mitgetragen hat, für die Unterstützung. Als Höhepunkt sang Laufenberg das „Vater unser“ aus dem Musical „Felsenfest“, bei dem er vor etwa zwanzig Jahren die Lesungstexte vorgetragen hatte.

von Beate Güthner